Social Agenda

SOCIAL AGENDA

| English translation coming soon | „Die Europäische Union ist in erster Linie eine Wirtschaftsunion, in der die soziale Agenda eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Wir müssen die EU ParlamentarierInnen daher dort abholen, wo sie sich befinden. Unser erklärtes Ziel ist es, durch wirtschaftliche Forderungen auf die dringend notwendige Verbesserung der sozialen Lage einzuwirken.

Es wird uns zunächst natürlich nicht gelingen die Sozialpolitik, die bedauerlicherweise noch immer Sache der einzelnen Mitgliedstaaten ist, zu einem gesamteuropäischen Projekt zu machen. Trotzdem sind wir fest überzeugt, dass unilateral keine Verbesserung von Arbeitsbedingungen mehr möglich ist. Es wäre denkbar in einem ersten Schritt Regionen zusammenzufassen, die durch ähnliche soziale Standards geprägt sind und damit gleichsam eine Reihe kleinerer „Sozialunionen“ zu schaffen.

Es gibt einzelne Mitgliedstaaten, in denen es bereits ganz hervorragende Ansätze gibt, deren Implementierung auf multilateraler europäischer Ebene angedacht werden soll. Grundsätzlich sehen wir die EU in sozialen Angelegenheiten nicht so zahnlos, wie sie gerne dargestellt wird. Das Instrument der Direktive hat beispielsweise die wöchentliche Arbeitszeit in ganz Europa auf 50 Stunden beschränkt.

Es gilt vor allem die Filmpolitik der EU nach der Wahl im Mai 2019 für die nächsten Jahre in unserem Sinne zu beeinflussen. Leider passiert im Filmbereich noch vieles isoliert in den einzelnen Mitgliedstaaten, sodass die tatsächlichen Chancen einer gemeinsamen Filmpolitik des Austausches viel zu wenig genützt werden. Wenn die EU Politik dieses ungenützte Potential belebte, wären faire Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung für uns alle wieder möglich. In diesem Sinne ist das Gesamtgefüge unserer Branche in Europa in unsere Forderungen nach sozialer Besserstellung einzubeziehen.

Kurt Brazda und Fabian Eder